Sonntag, 20. Juli 2008

Die letzten Tage in und Eindrücke aus Mexico

Unsere Tage in Chiapas und speziell in San Cristobal de las Casas neigten sich dem Ende zu. Erstmals haben wir einen netten Kontakt mit einer Berliner Familie gehabt, die mit einem Mercedes 207 und zwei kleinen Kindern von Panama dorthin kamen. Außerdem haben wir ein Museum der Maya-Medizin besucht und uns in der Apotheke mit einigen Naturmedikamenten versorgt.

Am 5.7. sind wir an die Pazifikküste Pueblo Puerto Arista mit Zwischenstopp in Tuxla Gutierrez und einer Besichtigung mittels Bootsfahrt des Canyon del Sumidero gefahren. Der Canyon war sehr beeindruckend zeigte aber auch das Müllproblem Mexicos insbesondere Plastikflaschen, die nicht verrotten.

Puerto Arista ist ein in der Nebensaison verschlafenes Nest. Erwähnenswert aus unserer Sicht sind aber trotzdem einige Dinge :

Unser Übernachtungsplatz auf Joes Campground ( ein Kanadier der vor ca. 30 Jahren dorthinkam ) lag idyllisch in einem Palmenhain einen Steinwurf entfernt vom Pazifik. Von unserem Platz haben wir einen ca. 7-8 jährigen Jungen beobachtet, der schwer auf einem Maisfeld arbeitete. Dieser hat von uns ein Spielzeugauto geschenkt bekommen. Dieses Spielzeug und noch viele andere hat uns Timo, ein 8 jähriger Junge zum verteilen hier in Mexico oder anderswo mitgegeben. Wir finden es super, dass sich Timo von seinen Sachen getrennt hat um sie hier Kindern zu geben die vielleicht niemals ein Spielzeug bekommen können. Mit dem Spielzeugauto wurde direkt mit allen Geschwistern gespielt.

Direkt am Strand befanden sich einige Restaurants in denen man eine super Ceviche essen konnte. Ceviche ist in Limonensaft eingelegter roher Fisch pikant gewürzt und gereicht mit einem Gemisch aus Zwiebeln, Tomaten und Cilantro und verschiedenem mehr .

Bekannt ist die Gegend um Puerto Arista auch wegen der hier Eier ablegenden Meeresschildkröten. Besucht haben wir eine staatlich geförderte Aufzuchtstation am Strand, die dafür sorgt, dass die kleinen Meerestiere auch ins Wasser kommen.

Am 8.7. sind wir durch Berglandschaft mit einigen überschwemmten Dörfern im Tal nach Oaxcaca ( sprich Oahaca ) gefahren. Die Stadt liegt in den Gebirgszügen der Sierra Madre, die teils über 3000 m aufragen.Sie ist Weltkuturerbe. Der gleichnamige Staat ist ein Spiegelbild der verschiedenen Gesichter Mexicos. Fruchtbare Gebiete aber auch Landesteile wo nur Agaven und Kakteen wachsen, das niedrigste Pro Kopf Einkommen im Vergleich zu anderen mexicanischen Bundesstaaten und ein niedriges industrielles Niveau sowie eine grosse ethnische Vielfalt : Oaxaca ist Indigenaland, die gößten Bevölkerungsgruppen sind die Zapoteken und die Mixteken.. Altes Brauchtum und kulturelle Traditionen werden hier noch gepflegt und gelebt. Wir haben selbst gesehen, das die Stadt ein kulturelles Zentrum ist, wo Musik, Tänze, Trachten und Kunsthandwerk im Leben der Menschen eine grosse Rolle spielen.

Zu erwähnen ist noch die Hauptstadt des Mezcal ( Agavenschnaps mit Wurm) Matatlan, wo die Agaven mit Pferdekraft ausgepresst,fermentiert und dann gebrannt werden.

Wir haben in Oaxaca und Umgebung viele Eindrücke gehabt: Im Rahmen der Guelaguetza 2008 einen Kindertanzmarsch zum Zocalo ( Hauptplatz Treffpunkt einer jeden Stadt ) mit leider verregneter Abschlußveranstaltung im Freilichtauditorium, Musik auf dem Zocalo und durch Ausflug in die Umgebung den Riesenbaum von Tule ( 58 m Umfang ), die versteinerten Wasserfälle von Hierve del Agua, den Besuch eines Weberdorfes Teotitlan, die Ausgrabungsstätten Monte Alban und Mitla und eine Mezcalbrennerei.Nicht zu vergessen ist der Mercado im Zentrum der Stadt. Dort kann man für kleines Geld direkt vom Grill essen, was manchen Touristen sehr suspekt erschien ,die dann mit gerümpften Nasen an uns uns vorbeischlichen, ungläubig das man hier überhaupt essen kann.

Am 15.7. hat dann unsere Vorbereitung für die Verschiffung von Paulchen nach Chile begonnen. Wir sind über die nicht ungefährliche Mex 150 D ( viele Erdrutsche und Unfälle ) nach Puebla gefahren und haben hier bei angenehmen Temperaturen, wegen der Höhe von 2100 m, den Wagen versandfertig gemacht.

Am 17.7.haben wir den Abgabetermin 22.7.vom Agenten in Veracruz erhalten und werden morgen am 21.7. dorthin fahren. Paulchens Reise wurde problemlos bei Pantaenius in Hamburg versichert.

Unsere Reise bis zur Ankunft des Autos in Chile hat noch mehere Optionen : Wir können nach Guatemala und dort noch die Mayastätte Tikal im Urwald besichtigen,oder nach Ecuador und von dort zu den Galapagosinseln und dann weiter nach Peru und Machu Pichu .

In unserem nächsten Bericht werden wir schreiben, was wir gemacht haben.



Samstag, 12. Juli 2008

Verschiffung Veracruz ( Mexico)-San Antonio ( Chile)

Nachdem die Möglichkeit von Acapulco zu verschiffen geplatzt war ( Ford hatte die Schiffe bis Dezember reserviert ) hat unser Agent der CSAV in Mexico City eine Möglichkeit von Veracruz an der Golfkueste angeboten. Diese ist nun fuer uns reserviert und Paulchen wird am 28.7. von dort nach San Antonio ( Chile ) gebracht. Ankunft dort ca. 10.8.2008 .

Donnerstag, 3. Juli 2008

Vom Hochland Mexicos an die Golf - und Karibikküste und nach Chiapas

Am 7.6. haben wir uns von Puebla ( ca. 2300 m ) nach Veracruz an der Golfküste aufgemacht. Anders ausgedrückt : von ca. 20 Grad nach ca. 35 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit in Meereshöhe . Nach einer gewöhnungsbedürftigen aber teueren Übernachtung in Boca del Rio ( bei Veracruz mit unermesslich vielen beißenden Ameisen) hat uns der heftige Verkehr davon abgehalten die Stadt zu besichtigen.

Nachdem wir das überstanden hatten sind wir von heftigen Regenfällen erwischt worden. Strassen standen in sekundenschnelle unter Wasser, von unbefestigten Strassen wurden dicke Steine auf die Fahrbahn gespült. Wir waren froh in Catemaco einen sehr schönen Platz zum übernachten zu finden ( Hotel Tepetapan RV Parc ) . Catemaco ist ein sehr schönes Städtchen an einem See gelegen mit tausenden brütenden weißen Fischreihern. Ausgerüstet mit vielen Mangos , die wir auf dem Platz fanden sind wir am 10.6. über Ciudad del Carmen nach Isla Aguada gefahren. Durch die lange Wegstrecke mussten wir auf einer Pemex - Tankstelle übernachten. Viele Moskitos, ein Burger King der die halbe Nacht Küchengeräte direkt hinter uns reinigte , bescherte uns eine wohl mehr unruhige Nacht. Um so froher waren wir in Isla Aguada einen sehr schönen Platz ( Freedom Shores RV Parc )direkt am Golf von Mexico zu finden.

Zuvor hatten wir uns aber in La Venta die Urzelle der Olmekenkultur angesehen. Grosse kollossale Steinköpfe und Stelen die zwischen 1200 - 500 v. Chr. entstanden sind.Die Olmeken haben durch ihre Leistungen in Architektur, Kunsthandwerk,Höhlenmalereien und insbesondere in der Arithmetik ( Kalender ) viele andere mesoamerikanische Völker beeinflußt. So bauten z.B. die Mayas auf dem Zahlenwissen der Olmeken auf.

Der Aufenthalt in Isla Aguada hat uns aber anderweitig stark beschäftigt. Unsere Anwesenheit scheint auf die dort lebenden Hunde magisch zu wirken. Nachdem zunächst ein armes abgemagertes Wesen etwas ergattern konnte entdeckte Birgit am Strand einen kleinen halb verhungerten Welpen, den sie durch beherztes eingreifen vor spielenden Kindern, die einen anderen kleinen Hund im Salzwasser schwimmen ließen, schnappte. Der kleine Kerl quietschte zwar erst aber dann schlug er sich den Magen so voll, dass er bald kegelförmig aussah. Er bekam ein Deckchen unterm Auto, zu trinken und zu fressen und wir machten uns Gedanken was jetzt passieren sollte. Wir fragten am nächsten Morgen die Verwalterin, ob sie keinen kennen würde der den Welpen nehmen könnte.Sie wollte den Besitzer fragen, ob er auf dem Platz bleiben könnte.
Frohe Botschaft am nächsten Morgen : der kleine Kerl wurde dort aufgenommen.

Wir fuhren nach Ciudad del Carmen zum Tierarzt Dr. Gonzalez Gonzalez der mit Hilfe seiner Angestellten Maria den Kleinen von innen und außen von Parasiten befreite. Nach drei Stunden konnten wir ihn wieder abholen und fuhren zurück. Wir hatte allerdings vergessen, dass der Kleine auch mal mußte. Im Verkehr der Stadt konnten wir nicht anhalten und so wurde das Geschäft vorne auf Birgits Schoss erledigt ( ca. drei Liter ). Er bekam ein kleines Halsband mit seinem Namen Navajo und seinem Beruf ( Wachdienst Freedom Shores RV Parc ).

Unser Weg führte uns dann über Campeche, Merida, Abstecher nach Celestun , Tulum, Cetumal und weiter nach Palenque.

Wir hatten hier ausgiebige Gelegenheit uns mit den vielfältigen Spuren der Mayas zu beschäftigen. Wir haben nicht nur grosse Mayastätten wie Chitzen Itza,Tulum und Palenque ( mit Brüllaffen ) besucht sondern auch kleinere, bei denen wir fast alleine waren wie Sayil, Kabah und Becan.

Mit dem Pueblo Mani haben wir den Ort besucht , wo alles begann. Hier hat die Kirche an der indigenen Bevölkerung zur Zeit der Conquista einen Massenmord verübt unter der Führung des Bischofs Diego de Landa. Doch damit nicht genug : sämtliche Aufzeichnungen der Maya mit dem Wissen von Jahrhunderten wurden verbrannt. Später hat Diego de Landa seinen Irrweg erkannt und vieles aus seiner Erinnerung wieder niedergeschrieben.

In besserer Erinnerung ist uns der Abstecher nach Celestun geblieben. Ein wirklich schönes ruhiges aktives Fischörtchen mit Flamingokolonien in der nahegelegenen Lagune und schönem Strand.

Nach der Besichtigung von Palenque haben wir uns entschlossen der Tropenhitze zu entkommen und sind nach Chiapas San Christobal de las Casas in 2100 m Höhe ( 18 Grad ) gefahren. Auf dem Weg sind überall noch Spuren der Zapatistenrebellion aus dem Jahre 1994 zu sehen. Wie ja bekannt, haben am 1.1.1994 die Zapatistenrebellen mit dem Subcommandante Marcos die Rathäuser in Chiapas besetzt, um auf die Diskriminierung der Indigenas aufmerksam zu machen. Aus dem bewaffneten Kampf mit vielen Toten ist mittlerweile eine friedliche Bewegung geworden, die sich für die Belange der Indigenas einsetzt.

In der Umgebung von San Christobal haben wir ausser den schönen Wasserfällen von Agua Azul auch zwei typische Indianerdörfer besucht. Besonders in Chamula wird ein besonderer Schwerpunkt auf der Bewahrung alter Mayariten gelegt. Sie haben dort zwar eine Kirche, der katholische Pfarrer hat dort aber außer taufen nichts zu suchen. Auch die sichtbaren Kreuze sind nicht christlich sondern stammem aus der Mayawelt. In der Kirche werden Hühner geopfert und Pulsfühler als Shamanen sind am Werk. Der Eindruck für Besucher ist durch tausende brennende Kerzen überwältigend. Nach dem Mayaglauben stellen die weißen Kerzen Nahrung ( Tortillas ) für die Götter dar. In der Gemeinschaft sind geistliche Führer tätig, die hohes Ansehen genießen und Rituale abhalten bei denen auch hochprozentiger Schnaps getrunken wird. Wer in Chamula sich nicht an die dort herrschenden Regeln hält wird aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.
Jedes Dorf hat seine eigene Tracht und eigene Regeln die nebeneinander respektiert werden. Im Gegensatz zu christlichen Missionaren die immer wieder versuchen die Menschen in ihren Sinne zu bekehren ( so wurde z.B.für viel Geld die Bibel in Mayasprache übersetzt ) tolerieren die Nachkommen der Maya jede andere Relegion und Bräuche. Es stellt sich die Frage, wer hier würdevoller handelt.

Zu guter letzt : Im Moment sind wir nicht in der lage unsere Fahrt nach Südamerika konkret zu planen. Die Verbindung über Acapulco ist nicht möglich, da die Schiffe voll sind. Wir sollen von Veracruz verschiffen, wissen aber nicht wann und wie.








Freitag, 6. Juni 2008

Von San Antonio ( Texas ) nach Puebla ( Mexico )

Am 19.5.2008 haben wir die Grenze Mexicos in Nuevo Laredo passiert. Es gab so gut wie keine Kontrolle aber die Papierformalitäten gestalteten sich etwas umständlich. Die mexicanischen Behörden sind in sog. Internationalen Brücken unter der Autobahn plaziert. Die Orientierung war ein kleines bißchen schwierig. Nach ca. 2,5 Stunden war alles erledigt und wir konnten in die Provinz Tamaupilas und Nuevo Leon starten. Der Grenzfluss Rio Grande trennt zwei Welten. auf der einen Seite das ordentliche und geordnete Amerika auf der anderen Seite ein buntes für uns z.T. chaotische Treiben mit einigen Problemen.Auch wird selbst von Amerikanern z.T. nicht verstanden, warum die USA eine Mauer errichten, um den Zustrom der armen Mexicaner zu unterbrechen. Die Einwanderer suchen lediglich jegliche Arbeit die angeboten wird und die von Americanern nicht mehr ausgeführt wird.

Unsere Fahrt brachte uns in Gebiete, die touristisch völlig unerschlossen sind. Die Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten war gewöhnungsbedürftig. Letzlich haben wir an Stauseen,Schwimmbädern mit Thermalquellen oder kleinen Restaurants mit Bademöglichkeit oder auch nicht einen Schlafplatz gefunden. Überall sind wir freundlich behandelt worden und viele waren uns auch behilflich bei unserer Suche.So hat uns beispielsweise ein Polizist den wir nach einem Schlafplatz fragten, mit seinem Polizeimoped und Leuchtsignal kilometerweit bis zum Ortsausgang geleitet und uns dann an einen kleinen Bus übergeben, der uns danach zu einem Stausee brachte.

Über Monterrey, eine riesige Stadt ( viertgrössste in Mexico ) mit wahnsinnig viel Verkehr durchquerten wir im Bergland das Gebiet der Huasteken. Gleichfalls haben wir Zitrusplantagen und Zuckerrohranbaugebiete und deren Verarbeitung passiert. Am Strassenrand konnten wir frisch gepressten Zuckerrohrsaft probieren. Der Saft wurde von einem Campesino mit seinem Pferd und einer Presse hergestellt und gekühlt serviert. Köstlich !!

Es gibt in Mexico auch viele herrenlose Hunde und Katzen. Viele werden Opfer des teilweise immensen Verkehrs auf den Strassen. Alle Hunde sind lieb und wenn sie ihre Angst verloren haben, betteln sie nach ein paar Streicheleinheiten. Manchmal bleibt bei uns die Küche kalt und die Hunde sind zufrieden und sie liegen faul mit dicken Bäuchen neben uns.

Apropos Küche, die mexicanische ist äußerst schmackhaft und günstig. Alles wird pikant gewürzt und man kann quasi an jeder Ecke auf der Strasse Totillas,Gorditas, Enchilladas und viele uns noch unbekannte Dinge essen. In Mexico Stadt soll es sogar Aztekenessen geben : Heuschrecken, Hundefleisch von einer besonderen Rasse und etliches mehr.

Die Erdgeschichte hat in Mexico viele Spuren aus den unterschiedlichsten Epochen hinterlassen.

Wir haben antike Stätten wie Tula mit seinen gigantischen Atlanten, die alte Stadt Teotihuacan mit der Sonnen - und Mondpiramide und Überreste der Vorläuferstadt der Azteken Titochtilan besuchen können. Sowohl Tula ( Tolteken ) wie auch Teotihuacan waren zu ihrer Zeit mächtige Zentren in Mesoamerica. Beide waren zu Beginn der Conquista der Spanier durch Hernan Cortes nicht mehr existent. Sie hatten aber Kontakte z.B. zu den Mayas in Tikal .

Die Stadt Titochtitlan der Azteken im Texcocosee auf der Hochebene wurde nach Kämpfen mit den Spaniern vernichtet und der See wird jetzt bedeckt durch die supermetropole Mexico City. Lediglich einige Fragmente des Templo Mayor sind noch sichtbar.

Beim Besuch der Kolonialstädte Queretaro und San Miguel de Allende haben wir vieles erfahren aus der jüngeren Geschichte des Landes : z. B. die Erschießung des Habsburgers Maximilian durch Benito Juarez und den Befreiungskampf des Priesters Allende gegen Not und Unterdrückung der Landbevölkerung.

In der Hauptstadt haben wir uns zunächst das Cento Historico ausgiebig angesehen und dann die Fortsetzung unserer Reise mit der Schiffsgesellschaft CSAV auf der Insurgentes Sur 1898 20.Piso mit Antonio vorbesprochen. Antonio ist jedoch zuversichtlich, dass es klappt. Die Verschiffung wird voraussichtlich am 17.8. von Acapulco nach San Antonio ( Chile ) erfolgen. Ankunft dort ca. 3.9.2008 .

Einiges sei noch kurz bemerkt :

Die zweite Polizeikontrolle bemängelte unsere Importpapiere für den Wagen und wollte eine Mula ( Strafe ) kassieren. 3200 Pesos = 200 Euro . Die anschließende Diskussion unter Androhung seinen Chef zu informieren hatte Erfolg und er ließ uns fahren.

Die teilweise schlechten Strassen und die in den Ortschaften eingelassenen Topes ( Schwellen ) und Vibradores zeigen Wirkung : Einem Amerikaner aus Texas sind die Oberschränke seines Mobils heruntergefallen und unsere haben sich bei der Dauerbeanspruchung gelockert und mussten befestigt werden.

Von Puebla ( tolles Städtchen, aber auch mit viel sichtbarer Armut ) werden wir uns von ca. 2200 Meter Höhe mit angenehmen Temperaturen nun zur Golfküste nach Veracruz aufmachen und danach Yucatan und Chiapas bereisen. Einige Fotos zu unserem Bericht finden sich im Link auf unserer Website.

Mittwoch, 14. Mai 2008

Auf dem Weg nach Mexico

Unsere Reise hat am 4.4.2008 mit dem Flug von Amsterdam nach Panama begonnen. Nach elfstuendiger Flugzeit haben uns hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit empfangen. Per Taxi sind wir mit unseren Rucksaecken in das Hotel Centroamericana gefahren und haben erst mal in der benachbarten Bar ein kuehles Bierchen getrunken. Das Hotel ist sauber und preiswert. Fuer uns aus Europa ist das Leben in Panama ohnehin nicht teuer.

Am 5.4.2008 haben wir mit einem Privattaxi mehere Stunden Panama City und Umgebung erkundet. Natuerlich auch die Miraflores Locks Panamakanal.Unsere selbststaendigen Erkundungstouren haetten uns beinahe in gefaehrliche Viertel gefuehrt wenn uns nicht ein freundlicher Einheimischer wieder auf den rechten Weg geleitet haette. Im uebrigen muss man recht vorsichtig sein , wenn man alleine in den Strassen unterwegs ist. Selbst beim Besuch des unter Weltkulturerbe stehenden Casco Antigua wurden wir von zwei freundlichen Polizisten escortiert und in den alten Stadtteil geleitet.

Am 7.4. sind wir auf der Suche nach einem Supermarkt tatsaechlich in einer Sozialstation gelandet wo wir mit lauten Rufen - touristas, touristas - begruest wurden.

Am 8.4.2008 haben wir uns auf den Weg nach Costa Rica gemacht. Mit einem Ticabus ging es um 11 Uhr 30 los. Die Fahrt dauerte 15 Stunden bei voller Verpflegung . Die Grenze Panama/Costa Rica ist ein Erlebnis. Die Prozedur dauerte 3 Stunden inclusive Drogencheck per Hund, mehrfaches ein- und auspacken des Gepaecks und viel eigene Lauferei zu den verschiedenen Grenzstationen. Konkrete Anweisungen wohin man gehen sollte fehlten dafuer ging es zu wie auf einem Basar und es grenzt an ein Wunder dass die Busgesellschaft zum Schluss wieder komplett war. Alle waren bei bester Stimmung.

Nach der Ankunft um zwei in der Nacht in San Jose ging es mit dem Taxi ins Hotel
America ( voller Reinfall dreckig und laut und teuer ). Der Taxifahrer musste von uns vorab bezahlt werden,da sein Tank leer war.

Bis auf ein Hotel in Aljuela Mi Tierra und am Vulcan Arenal kann man alle uebrigen getrost vergessen.

Die Zeit bis zu unserem Abflug nach Florida haben wir mit Ausfluegen verbracht :

nach Tortuguero im Regenwald an der Karibikkueste mit freilebenden Affen und Kaimanen sowie Leguanen
Besichtigung von Bananenplantagen ( Del Monte, Chiquita etc.)
Fahrt zum noch aktiven Vulcan Arenal mit einer abenteuerlichen Fahrt durch das Land, da man uns offensichtlich bei der Busgesellschaft vergessen hatte. Diese musste dann ein lokales Taxi ordern um uns zu transportieren rund 150 Kilometer. Der Vulkan ist nachts mit seiner noch gluehenden Lava super zu beobachten und er schmeisst noch riesige Steinbrocken seine Haenge hinab.

Unser Flug war fuer den 18.ten geplant und fand auch statt, wir jedoch waren schon einen Tag vorher am Flughafen. Durch einen Stempelabdruck fiel es uns dann auf und wir hatten einen Tag zusaetzlich in Costa Rica mit einem Fest in Alajuela.Ich Dieter habe mir dann ein Uhr gekauft mit Datumsanzeige.Seit langem mal wieder eine Uhr.

Ausserdem haben die Costaricaner einen guten Wahlspruch gegen die Null-Bock Mentalitaet : PURA VIDA was heisst so viel wie das Leben geniessen.

Die Sprint Air brachte uns dann nach Fort Lauderdale.

Wir erlitten einen Kulturschock als wir eine Bootsfahrt durch die Kanaele machten. Hier lebt die High Society der Welt.Ueberall nur Prunk und Protz. Im Vergleich dazu Panama wo selbst die Kanaldeckel fehlen weil sie fuer andere Dinge benoetigt werden.

Da wir der Hotelaufenthalte ueberdruessig waren haben wir bei Cruise America einen Camper gemietet. Mit dem sind wir dann zu den Keys , den Everglades und der Golfkueste gefahren.

Am 5.5. hat dann der Hoegh Traveller den Hafen von Jacksonville erreicht. Wir haben mit unserem Agenten die Papiere fertiggemacht ( Zoll etc. ) und konnten dann am 7.5. unser Paulchen in Empfang nehmen und den Mietwagen abgeben.

Heute am 14.5 sind wir ueber New Orleans - es gibt noch viele Schaeden von Katrina dem Hurrican - kurz vor der texanischen Grenze und hoffen das wir Anfang naechster Woche nach Mexico einreisen koennen.

Einige Bilder zu diesem Eintrag werden wir in den naechsten Tagen in die Website einstellen .



Montag, 31. März 2008

Die Daten des endgültigen Beginns stehen zwar fest, aber wenn eine solche Reise geplant und durchgeführt werden soll ist eine Unzahl von " Keinigkeiten " zu beachten und zu regeln. Beispielhaft sei genannt :

Beschaffung von Informationen für die Reise (Literatur, nützliche Hinweise von Anderen die unterwegs sind etc. )

Sprache lernen

Auto fit machen

Auto seefertig packen

Versicherungen ( Auto - und Seetransport ) abschließen

Impfungen

Wohnung fertig machen

Freunde verabschieden und und und .......

Heute sind wir aber zu 95 % fertig, da am 3.4. die Fahrt beginnt und wir mit unseren Rucksäcken hoffentlich wohlbehalten in Panama am 4.4.landen.

Weitere Infos über Mittelamerika geben wir Anfang - Mitte Mai

Montag, 24. März 2008

Der Beginn


Nach vielen Vorbereitungen und Arbeiten zu Hause und am Wagen haben wir am 22.2.2008 die Überfahrt des Paulchen von Amsterdam nach Jacksonville, Florida vor Ort in Amsterdam festgemacht. Unser rollendes Heim wird mit dem HOEGH TRAVELLER 239 am 6.4.2008 in See stechen und am 1.5.2008 in Florida sein.